Ich habe ja schon so einige male dargestellt, das Maxlöh in so mancher Hinsicht Trendsetter ist. Und da mir ja nichts entgeht, was da visuell auf meiner Reise gen „Real Dunkeldeutschland“ passiert, bin ich wieder mal einer neuen Sache gewahr geworden:
Vergesst Mailand, vergesst Paris: Die wahre Mode der Neuzeit wird in „Maxlöh“ gemacht. Sie vereinen all die Moden der vergangenen Dekaden in einem Kleidungsstück. Ob eng, ob weit, ob hell, ob dunkel, egal – alles das wird in einem Kleidungsstück sinnbildlich vereinigt, Ich meine die
"Trainingshose"
Auf diese Beobachtung bin ich erst gekommen, als Fred mir erzählte, dass im „alten Seefahrer“ auch zu Ausgehszeiten dieses Beinkleid sehr gefragt ist. Da kannste mal sehen, wie weit der Marxlöh-Look schon geschwabt ist… Grundsätzlich ist ja auch nichts gegen eine Traingingshose einzuwenden, wenn gewisse gesellschaftliche und visuelle Grundvoraussetzungen erfüllt sind. Und diese werden fast immer verletzt, das kann ich euch sagen: Fangen wir mit dem Einfachsten an, dem Aussehen:
Leute muss man denn mit Marke “5-Euro-Kik-Baumwoll-Schlabberbuchse-und-das auch-in-Mausgrau“ zur Arbeit oder zur Schule gehen. Das sieht doch nun wirklich nicht aus. Zumal das auch noch andere Probleme nach sich zieht. Unter 15 Grad ist es zu kalt und über 20 zu warm. Da bleibt nach „Adam-Meterologe“ quasi nur der 11. März und der 23. Oktober, um die Kleidung auch sinnvoll zu nutzen. Der kalte Teil der Jahreszeit führt dann dazu, dass ständig Durchzug in der Kapelle herrscht oder dass die Zugspitze ständig vereisst ist. Obwohl, dass bei so manchen Waschunwilligen auch zu den nützlichen Nebeneffekt der Zwangsdurchlüftung mit sich führt. Die Nasalempfindlichen unter uns danken recht herzlich. Sind aber dann wieder empfindlich gestört, wenn der alte Celsius den 20 Teil seiner Skala überschritten hat. Das, liebe Umweltaktivisten, das ist der wahre Treibhauseffekt. Den solltet ihr mal wissenschaftlich untersuchen. Nicht, ob ein Kuhfurz die Sicht auf die Sonne beeinträchtigen könnte. Ich weiss nicht und will es auch nicht wissen, was in so manchem Feinripp da so gezüchtet wird. Aber ihr werdet es schon ahnen: Ich habe eine Vermutung!
Ich will jetzt nicht von Silberfischen oder Pilzen reden. Leute, auch niedere Lebensformen haben ihren Stolz. Nein, diese Feuchtbiotope werden, so meine Theorie, von der Pharmaindustrie gesponsort. Nur so kann der Preis der Hosen bei 5 Euro (im Dreierpack) erklärbar sein. Die Verbilligte Ware wird nun an den Mann (oder Frau) gebracht. Vornehmlich in zahlungsschwachen Gesellschaftsschichten, um auch ganz sicher zu sein, daß man die erreicht, die beim Wort Hygiene an ein Tier aus Gryzmecks Tierwelt denken. Diese Kombination ergibt, dass in diesem für mehrere Monate geschlossenen Lebensraum auch wirklich das passiert, was die Konzerne so erwarten: Die Kreation neuer Lebensformen! Und was passiert mit dem für Menschen völlig neuen mikrobiologischen Lebensformen: Genau, die verursachen tödliche Seuchen. Wie damals in Amerika mit der Grippe, welches die Indianer dahinraffen lies.
Und dann, zur passenden Zeit, schwupp, kommt das passende Gegenmittel von Bayovarski & Co. auf den Markt. So macht man Millionen, ach was Milliarden!
Meine zweite Vorstellung geht dahin, was eigentlich passiert, wenn dann in den Wohneinheiten (ich hoffe nur dort) der Beinkleidträger passiert, wenn dieses Kleidungsstück zum Wechseln (so einmal im Quartal, wenn die Harz 4 Zuteilung fällig wird) angesagt ist. Ich kann mir das nur so vorstellen, dass wenn der Hosenbund nach vorne gezogen wird, es ein Zischgeräusch ergibt. Solch eines, wie wenn in ein Vakuum wieder Sauerstoff eintritt. Aus diesem Grund sollte man auch nicht zu diesem Zeitpunkt sich in der Nähe solcher Personen aufhalten. Du wirst ohnmächtig und erstickst elendig. Hä, da fällt mir am Rande was ein. Da kommt dann in dunkler Nacht einer auf dich zu und schreit „Geld her, oder ich mache die Hose auf und ersticke dich…“. Ja, die brauchen keine Waffen, die haben alles am Mann, was man für nen anständigen Überfall so braucht!
Und noch was: Auch wenn es so erscheint. Nein die Träger sind nicht immer Dick. Das die Köperform diese Gestalt annahm hat nur einen Grund: Körpergase, die den Stoff in beängstigender Weise dehnen, so dass diese es uns unwissenden als stark adipöse Körperform ins Auge fallen. Alles nur heiße Luft, im wahrsten Sinne des Wortes.
Und so schließt sich der Kreis: Ein Wechsel ist von Zeit zu Zeit unbedingt notwendig, ansonsten schweben die doch alle davon wie so ein alter Heißluftballon oder schlimmer (oder besser?), die Hose platzt. Das wird wohl auch der Grund sein, warum Gefängnisse keine Trainingshosen erlauben: Akute Fluchtgefähr durch Blähungen!
Ein Weiteres was, wie schon erwähnt, auffällt: Die Farbe. Als ob die Form nicht abstoßend genug ist. Nein: Es muss im besten Fall „Mausgrau“ sein. Alternativ werden die Farben „Kotzgrün“ oder „Pipi-Gelb“ oder „Brauch-ich-nicht-waschen-weil-man-denn-dreck-nicht-sieht-Schwarz“ noch gerne genommen. Optimal ist auch „Ich-kann-die Unterhose-auch-weglassen-Braun“, die es dem Träger ermöglicht, Kleidungsstücke zu einem Hybriden zu schmieden.
Kann es denn nicht ein wenig mehr Verständnis in der Welt geben, dass solch eine Hose nichts, aber auch wirklich gar nichts mit einer Krawatte oder Lackschuhen zu tun hat. Farblich abgestimmt heißt nicht, dass die Farbe der Kleidung zur Farbe der Zähne passt!
Es reicht doch nun wirklich, dass ihr immer diesen schönen Glasschmuck in den Händen tragt. Ich glaube der kommt aus dieser guten alten Glas-Hopfen-Manufaktur: Oetting oder Traugott, soviel ich erkennen konnte. Das ist doch Schmuck genug, oder?
Natürlich hat das ganze auch praktische Gesichtspunkte. Schlafen gehen=eine Hose, Sport=die gleiche Hose, Arbeit oder Schule=Immer noch das gleiche Ding und dann am Wochenende zum Abzappeln im Seefahrer (Disco)? Richtig: Wir handeln nach dem „Drei-Wetter-Taft-Prinzip“: Die Hose sitzt, egal wo, egal wann, egal welches Wetter. Und steif wird sie auch noch, so mit der Zeit zumindest. In zentrischen Kreisen, vornehmlich vorne gut 20-30 cm unter dem Bauchnabel beginnend ….
Bei den Braunhosenträgern auch hinten. Man kann übrigens erkennen, wie lange eine Hose bereits getragen wird. Mann muss nur die Ringe zählen und schon hat man die Anzahl der getragenen Wochen. Das ist so wie bei einem Baum und seinen Jahresringen.
Und so werden wohl in Zukunft die größen der Branche sich in Duisburg die Ehre geben und mit ihren Kugelsicheren Fahrzeugen den neuen Cat-Walk im Schatten von Thyssen und Co besuchen, um sich die neuesten modischen Errungenschaften zu verinnerlichen. Ali Lagerfeld, Wolfgang Jüüp und wie sie dann alle heißen, sie kommen alle !
In diesem Sinne, meine Lieben. CU, wenn es wieder heißt „Tram 901 - Ein Arbeitsweg mit Hindernissen..."
PS: A pros pros Aussehen: Ich glaube ich sehe dauernd doppelt. Überalll nur bekannte Gesichter aus Funk und Fernsehen. Sprich Doppelgänger.
So sind mir schon Udo Lattek, Gregor Gysi und Ben Stiller über den Weg gelaufen. Soweit nichts ungewöhnliches, wenn, ja wenn mir jetzt nicht Cheech (von Cheech und Chong) über den Weg gelaufen ist. Unglaublich oder. Ach so, noch was: Ben Stiller ist in Emmerich ausgestiegen.... ![]()







