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Hochzeit Dirk + Denise

Geschrieben von Michael Lümmen. Veröffentlicht in Hochzeiten

Nach dem Vergnügen des Junggesellenabschiedes kam für uns erst einmal die Pflicht: Das Kränzen. Die Vorbereitung startete bei Spritti im Garten am Samstag vor Dirk's Hochzeit.  Michael besorgte genügend Tau und Tannengrün hatte Spritti im Garten. Einziges Problem: Es war noch an der Tanne ! Aber da Sprittis Garten noch genügend Holzmaterial hatte, fällten Fred und Michael kurzerhand die dafür vorgesehene Tanne. Zusammen mit Spritti wurde dann gebunden und lecker Bierchen dabei getrunken - ganz schön klebrige Sache so ne frische Tanne ! Am darauf folgenden Donnertag auf Fronleichnam wurde dann gekränzt (oder wie Anja sagen würde gegränzt ;-)) Um sieben bei Spritti war Treffpunkt zur Weiterfahrt nach Dirk. Der Kranz hing ziemlich schnell so das die "weiblichen Aufgaben" weitergeführt werden konnten - Blümchen binden. Derweil konnte sich die männliche Gesellschaft dann bei "gut gekühltem" Bier die Zeit vertreiben. Da Dirk sich nicht blicken ließ, durften dumme Sprüche nicht fehlen (Der sitzt wahrscheinlich wieder auf der Naht - Sitzt ?) Schließlich wurden uns dann vom Ehepaar in spe doch noch einige Kurze gereicht.  Und nachdem auch die Biervorräte geleert waren räumten wir kurzerhand das Feld. Samstag 17.06.06 - Nach der Pflicht folgt die Kür und nachdem Dirk & Denise am Vortag ihr standesamtliches Ehegelöbnis abgelegt hatten, folgte  nun die kirchliche Trauung.  Aber es war nicht für die Beiden die Kür, sondern auch die Kegelchaoten. Denn: Wie hatten den Schlüssel zu der Wohnung! Ja Dirk - Alle Deine Ängste wurden bestätigt - Schlimmer noch: Mit von der Partie waren Fred und Michael ! Die Trauung begann um 17:00 in der St. Antonius Kirche zu Vrasselt. Die Kirche war dermaßen gut gefüllt, daß wir im hinteren Bereich Stellung bezogen, da keine Bänke mehr frei waren. Aber das machte Nix, wir wollten ja eh nur kurz der Zeremonie folgen. Nach rund 10 Minuten schlichen wir uns dann raus, den es hieß es: Wohnungsverschönerungsarbeiten. Spritti, Daniela, Kirstin, Maik, Fred und Michael machten sich dann heimlich auf den Weg. Und es waren wirklich Wohnungsverschönerungen, die wir abgeleistet haben. 440 ! Becher gefüllt mit Wasser und Glykose rund um das Bett legen erheblich Steine in den Weg für eine schöne Hochzeitsnacht. Um die Nacht noch romantischer zu machen wurden die beiden mit einem Herz auf dem Bett begrüßt: Aber aus Sägespänen! Sägespäne wurden auch als dekorative Elemente in der gesamten Wohnung platziert. Zusammen mit einigen Luftballons und Girlanden sah der Raum wirklich recht hübsch aus. Als letztes Highlight für das Schlafzimmer dachten wir uns noch was ganz besonderes aus und versteckten 6 Wecker an wohl überlegten Orten. In letzter Konsequenz hieß das wohl: Ab 5 Uhr ist Alarm auf'fe Hütte und zwar stündlich! Vor dem Schlafzimmer wurden noch weitere gefüllte Becher ausgebreitet, so daß auch dieser Zugang zuerst geräumt werden muß. Die Toilette wurde ebenfalls mit Zugangshinderungsmaßnahmen versehen. Schnell noch mal aufs Klo: Vergiß es ! Im Rest der Wohnung wurden noch Girlanden, Fahnen und Wimpel aufgehängt.
Zwei Nettigkeiten haben wir dann noch zum Besten gegeben:
1. Das Handy von Dirk wurde in eine Rolle Frischhaltefolie eingewickelt
und
2. Das Schampoo wurde gegen Glykose ausgetauscht!
Im Außenbereich hing von Fenster zu Fenster ein nettes Begrüßungsschild, daß jeden Vorbeifahrenden anwies möglichst laut zu sein - Aber nur zwischen den Weckern ! Ergänzt haben wir das durch Wimpel quer über die Straße.
Nach gut 1,5 Stunde waren wir dann fertig und machten uns wieder auf zum Festzelt in Vrasselt.
Vorher wurde noch das Hochzeitsgeschenk abgeholt: Die Ferguson.
Für alle, die nicht wissen was die Ferguson ist und welche Bewandtnis das ganze hat, hier einige Erläuterungen. Eine Ferguson]ist ein Klo. Soweit, so gut. Aber es ist ein besonderes Klo. Wer die Serie mit Al Bundy kennt, denn aus dieser stammt die Idee, der weiß das dieses Klo nicht nur einfach spült, sondern die Geräuschkulisse einem großen Geschäft würdig ist und mit einem kräftigen "KAAAWUUUSCH" in die düstere Welt der Kanalisation begleitet. Wir fanden das damals so lustig, daß das letzte Hochzeitsgeschenk von Michael eben genau solch eine Ferguson war und als "Wanderpokal" weitergegeben werden sollte. Leider wurde das Original zerstört so daß eine Neue her mußte. Aber auch diese ließ sich unter dem Motto "Hafen der Ehe" nett dekorieren. So liefen wir zusammen bei Familie Huybers im Garten ein. Dirk & Denise fuhren noch ihre Runden mit der Kutsche durch Vrasselt und so fiel unsere Abwesenheit gar nicht auf. Obwohl Dirk, wie Säge und berichtete, eine Vorahnung hatte. Denn er fragte ihn: "Säge, bitte sag mir, daß Fred und Michael keinen Schlüssel zu unserer Wohnung haben". Er verneinte natürlich - Doch, Dirk, doch - wir hatten ihn - woher? Das wird unser ewiges Geheimnis bleiben. 
Für die Festlichkeiten wurde der Huybersche Garten praktisch auf links gezogen. Gartenteich zugeschüttet, Zelt drauf. Daneben Theke und Toilettenwagen und ein Zelt für das abendliche Buffet. Es war alles da für eine gelungene Feier - sogar Bacardi! Mit Eis - Jaa. Und Zitrone - ohhh, leider nein. Aber wollen wir mal nicht so sein!  Nach einigen Aperitifgetränken und der Überreichung der Glückwünsche nahmen wir an unserem Tisch platz. Erste Hochzeitspiele wurden vorgeführt und sorgten für Erheiterung der Gäste. Und bevor das Buffet durch Dirk eröffnet wurde, durfte eine nette Rede des Brautvaters nicht fehlen.  Nach dem sehr guten Essen machten wir uns an der Theke breit. Der Abend ging, der Morgen kam und mit "Wein, Weib und Gesang" fielen wir über die Bacardivorräte her. Die dann letztlich auch erheblich dezimiert wurden - auch ohne Zitrone!
Ab ein Uhr lichtete sich das Feld so langsam. Aber wir hielten noch weiter durch bis auch wir um halb fünf die Segel strichen - Denn es war schon hell und die Vögel "quakten" schon (Gruß an Britta).
So verabschiedeten wir uns bei unseren Gastgebern und rollten gen Heimat ...

Nachbericht: Hochzeit Dirk

PS: Dirk’s Bericht dazu:

Beide waren um halb sechs Zuhause. Um sechs Uhr ging der Waltdorf & Statler-Rappelwecker. Aber er kam nicht ran, da die Becher noch im Weg standen ! Die mussten zuerst weg, so dass der noch einige Minuten sein Unwesen trieb. Nachdem alles einigermaßen klar Schiff war, ging’s ins Bett. Dann klingelte das Handy, meinte er. Also aufgestanden – ganz in Trance. Der folgende Dialog muß ungefähr so gelaufen sein:

Wecker klingelt. Dirk steht auf …

Dirk: „Da klingelt ein Wecker“.

Denise hört hin und hört nix: „Welcher Wecker?“

Dirk vor’m Schrank stehend . „Doch da klingelt ein Wecker !!!“.

Denise hört wieder hin und hört nix: „Welcher Wecker, ich hör nix? Komm wieder nach Bett!“

Dirk sucht im und auf dem Schrank. Nicht zu finden. Denkt er sei dulle im Kopf und geht schlafen. Erst am nächsten Tag, er stutze immer noch und war fest davon überzeugt ein Handy gehört zu haben, suchte er nochmals und fand es unter dem Schrank. 

Aber erst nachdem er die Sägespäne unter der Couch gefunden hatte und auf die Idee kam unter dem Schrank nachzusehen.

Die Sägespäne-Reste wurden am nächsten Tag entfernt. Und auch die Fahnen über der Straße waren im Weg: Ein Transporter musste durch fahren !!!  Zudem weiß Dirk noch immer nicht wie wir in den ersten Raum gekommen sind … 

Auflösung: Fred war es mit einer Zange …

Und die Aktion mit dem Schampootausch hat auch geklappt: Denise war die Leidtragende. Das ist aber erst aufgefallen, als jemand fragte, ob wir auch im Bad waren und er nachsuchte. Er fand die Flasche schließlich auch und die war knochenhart – Also eindeutig kein Schampoo. Da war es aber schon zu spät …

Alles in Allem war er von unserer Aktion ziemlich begeistert, aber wir haben ja auch nix kaputt gemacht !!!

 

Berichtet beim abkränzen am 26.06.06